Wohnung im Rohbau während einer Komplettsanierung mit Material und Werkzeug

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Was kostet eine Wohnungssanierung: Preis pro m², Fehler und Tipps (2026)


Eine Wohnung komplett zu sanieren kostet in Deutschland 2026 zwischen 600 € und 1.400 €/m² je nach Qualität. Für eine Wohnung mit 80 m² sind das rund 48.000 € bis 112.000 € je nach Umfang, Zustand und Ausstattung. Hier finden Sie den Preis pro m², die Einflussfaktoren, die Fehler, die das Budget sprengen, und wie Sie sparen.

Preis pro Quadratmeter nach Qualität

Niveau Richtpreis
Einfach (einfache Auffrischung) 500 – 700 €/m²
Mittel (Standard-Komplettsanierung) 700 – 1.100 €/m²
Hochwertig (Premium, Grundrissänderungen) 1.100 – 1.400 €/m²

Was eine Komplettsanierung umfasst

Wohnung in Sanierung mit freiliegenden neuen Installationen vor dem Finish

  • Abbruch und Maurerarbeiten (Wände, Böden, Fliesen).
  • Neue Elektrik und Sanitär (am besten gleich mit erneuern).
  • Bad und Küche komplett (meist am teuersten pro m²).
  • Tischlerarbeiten (Türen, Schränke) und Fenster.
  • Malerarbeiten und Finish.

Was den Preis beeinflusst

  • Ausgangszustand: alte Installationen, Feuchte oder versteckte Mängel, die erst beim Abbruch auftauchen.
  • Grundrissänderungen: Wände versetzen und Leitungen neu verlegen treibt die Kosten.
  • Materialqualität: zwischen Mittel- und Oberklasse kann sich das Budget verdoppeln.
  • Region: München, Frankfurt und Hamburg liegen über dem Schnitt.

Fehler, die das Budget sprengen

  • Nur nach Preis wählen: ein auffällig günstiges Angebot verbirgt oft unvollständige Positionen oder schlechtere Materialien.
  • Kein detailliertes Angebot verlangen: meiden Sie Ein-Seiten-Angebote; es muss Abbruch, Maurer-, Sanitär-, Elektro- und Ausbauarbeiten aufschlüsseln.
  • Planung während der Bauphase ändern: eine Wand oder ein Sanitärobjekt zu verschieben löst einen Dominoeffekt und Nacharbeit aus.
  • Keine Baubeschreibung: ohne konkrete Materialien schriftlich häufen sich „Extras“.
  • Genehmigungen überspringen: ohne Genehmigung drohen Bußgeld oder Baustopp.
  • Keine Reserve: planen Sie stets 10–15 % Puffer ein.

Sparen ohne Kompromisse

  • Alles in einem Zug: günstiger pro m² und weniger belastend als in Etappen.
  • Gutes weiterverwenden (Türen, Heizkörper, intakte Tischlerarbeiten).
  • Effizienz gleich mitdenken: wer ohnehin saniert, plant jetzt eine Wärmepumpe oder den Wannentausch gegen eine Dusche.

Phasen der Sanierung

  1. Planung und Angebot (Aufmaß, Genehmigungen, Baubeschreibung).
  2. Abbruch und Schuttentsorgung.
  3. Installationen (Sanitär, Elektrik, Heizung).
  4. Maurerarbeiten (Wände, Böden, Fliesen).
  5. Tischler-, Maler- und Abschlussarbeiten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es?

Meist 6 bis 12 Wochen, je nach Größe und Überraschungen.

Braucht man eine Genehmigung?

Ja, für Komplettsanierungen ist je nach Umfang eine Genehmigung erforderlich.

Alles auf einmal oder in Etappen?

Auf einmal ist meist günstiger pro m² und weniger belastend.

Wie vermeide ich Überraschungen?

Ein detailliertes Angebot nach Positionen und 10–15 % Reserve für Unvorhergesehenes.

Lässt sich das Angebot verhandeln?

Ja, aber über Ausstattung oder Umfang – nicht durch Kürzen zentraler Posten wie Installationen oder Abdichtung.