Modernes Bad mit bodengleicher Dusche und Glastrennwand

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Badewanne durch Dusche ersetzen: Kosten, Schritte und Tipps


Die Badewanne verliert im Bad gerade ihre letzten Argumente. In neun von zehn frisch sanierten Bädern steht heute eine Dusche, wo früher die Wanne war — meist bodengleich, oft aus reinem Platzgewinn, immer öfter, weil kaum noch jemand tatsächlich badet. Die Badewanne durch eine Dusche zu ersetzen kostet meist zwischen 1.500 € (einfach) und über 3.500 € (hochwertig), im Mittel rund 2.500 € inklusive Ausbau, Sanitärarbeiten, Duschwanne und Trennwand. Der Preis hängt vor allem von Material, Fliesen und der neuen Abdichtung ab. Im Folgenden lesen Sie, welche Wanne passt und welche Fehler es teuer machen.

Kostenaufstellung

Die einzelnen Posten sind überschaubar; die Spanne entsteht fast nur durch Wanne, Fliesen und Trennwand.

Position Richtpreis
Duschwanne (Acryl 80×80) ab 80 €
Duschwanne (Keramik 90×90) ab 200 €
Trennwand (fest oder Schiebe) 200 – 600 €
Arbeitslohn 500 – 900 €
Gesamt (mittlere Ausstattung) ~2.500 €

Der Arbeitslohn allein reicht fast an den Materialwert einer soliden Ausstattung heran — daran erkennt man, dass hier vor allem Handarbeit bezahlt wird.

Welche Duschwanne wählen

Rutschfeste Duschwanne bodengleich mit dem Badezimmerboden

  • Mineralguss / Gussmarmor: auf Maß zuschneidbar, fußwarm und gut rutschhemmend. Am vielseitigsten.
  • Keramik: sehr robust und flach, durchgehende Optik, aber schwer und schwer zu kürzen ohne das Gefälle zu stören.
  • Acryl: am günstigsten und leichtesten, aber weniger schlag- und kratzfest.

Achten Sie auf die Rutschhemmklasse (B/C bzw. R-Wert) für Nassbereiche und vermeiden Sie zu grobe oder poröse Oberflächen: Sie rutschen weniger, sammeln aber Kalk und Schmutz.

Ablauf der Arbeiten

Handwerker richtet die Duschwanne aus und bereitet den Ablauf vor

  1. Alte Wanne ausbauen und nur nötige Fliesen entfernen.
  2. Bauschutt entsorgen.
  3. Boden nivellieren und Ablauf anpassen an die Position der neuen Wanne (meist ohne Eingriff in den Hauptstrang).
  4. Abdichten mit Dichtbahn/Verbundabdichtung auf Boden und Wänden: unsichtbar, aber entscheidend.
  5. Duschwanne einbauen, exakt im Wasser, und Armatur montieren.
  6. Fliesen nur im Duschbereich verlegen.
  7. Trennwand setzen und Fugen mit neutral vernetzendem Silikon abdichten.

Fehler, die man vermeiden sollte

Wer schon einmal einen Wasserschaden beim Nachbarn unter sich hatte, spart nie wieder am vierten Schritt.

  • An der Abdichtung sparen: Ursache Nr. 1 für Feuchteschäden im Geschoss darunter und sehr teure Reparaturen.
  • Mineralgusswanne zu stark kürzen: das integrierte Gefälle wird gestört, das Wasser läuft schlecht ab.
  • Ablaufanschluss nicht prüfen (an Strang und Ventil): dort entstehen die Leckagen.
  • Mit Essigsilikon fugen (dem üblichen): vergilbt und hält schlechter; nutzen Sie neutrales, schimmelhemmendes Silikon.
  • Wanne ohne gute Rutschhemmung: im Bad geht Sicherheit vor.

Tipps

  • Bodengleiche Wanne: sicherer, barrierefrei und schöner.
  • Vorhandene Fliesen außerhalb der Dusche weiterverwenden.
  • Trennwand ohne unteres Profil oder mit Antikalk-Beschichtung: viel leichter zu reinigen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es?

Meist 2–3 Werktage.

Geht es ohne große Baustelle?

Es gibt Schnellsysteme, aber eine richtig abgedichtete Dusche hält länger.

Muss der Hauptstrang verändert werden?

Fast nie: der Ablauf wird vor Ort an die neue Wanne angepasst.

Steigert es den Wert?

Ja, eine barrierefreie Dusche ist stark nachgefragt.