Person bohrt in eine Wand, um ein Regal aufzuhängen

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In die Wand bohren und Dübel setzen: aufhängen ohne Schaden


Damit etwas hält, kommt es auf den passenden Bohrer und Dübel je nach Wandtyp an – und darauf, vor dem Bohren zu wissen, was dahinter steckt. Derselbe Dübel taugt nicht für eine hohle Trennwand und für Beton, und ein falsch gesetztes Loch kann ein Kabel treffen. So machen Sie es richtig, ohne die Wand zu ruinieren oder einen Schreck zu bekommen.

1. Wandtyp bestimmen

  • Hohle Trennwand (Hohlziegel): die häufigste Innenwand. Ein paar Klopfer klingen hohl.
  • Vollziegel oder Beton: klingt massiv und lässt sich schwer bohren; braucht Schlagbohren.
  • Rigips (Gipskarton): dünne Platte mit Hohlraum dahinter; klingt hohl und ist weich.
  • Fliese: harte, spröde Oberfläche; wird ohne Schlag gebohrt.

Trick: mit den Knöcheln klopfen. Hohl = Trennwand oder Rigips; massiv = Ziegel/Beton.

2. Den richtigen Bohrer wählen

Den passenden Bohrer und Dübel wählen

  • Steinbohrer (für Schlagbohren): für Ziegel und Beton.
  • Metallbohrer (HSS): für Rigips und Metallprofile.
  • Fliesen-/Glasbohrer (Speerspitze): für Keramik, immer ohne Schlag.
  • Der Bohrerdurchmesser = Dübeldurchmesser (6-mm-Dübel → 6-mm-Bohrer).

3. Den Dübel nach Wand und Gewicht wählen

  • Universal-Spreizdübel (Nylon): massive Wände und allgemeiner Einsatz.
  • Hohlraumdübel (Metall-Kipp- oder selbstbohrend): unverzichtbar in Rigips und hohler Trennwand; ein Spreizdübel in einer Hohlwand zieht sich heraus.
  • Verbunddübel (chemisch) oder Gewindestange: für schwere Lasten (Fernseher, beladene Regale, Heizkörper).

Der Dübel muss zu Wandtyp und Gewicht passen.

4. Vor dem Bohren: Kabel und Leitungen meiden

Bohren Sie nicht direkt über, unter oder neben Steckdosen und Schaltern: Kabel verlaufen von dort meist senkrecht und waagerecht. Nutzen Sie im Zweifel ein Leitungs- und Rohrsuchgerät. Dieser Schritt verhindert den Schreck (und den Stromausfall).

5. Mit Technik bohren

Durch Malerkrepp bohren, Sauger fängt den Staub

  1. Punkt anzeichnen mit Bleistift; bei mehreren Löchern eine Wasserwaage nutzen.
  2. Ein Stück Malerkrepp über die Markierung kleben: der Bohrer rutscht nicht und das Krepp fängt Staub. Auf Fliesen verhindert es zudem Risse und hilft beim Ansetzen ohne Abrutschen.
  3. Gerade (90°) bohren und langsam beginnen. Schlag EIN für Ziegel/Beton; AUS für Rigips und Fliese (auf Fliesen ohne Schlag, bis die Glasur durch ist).
  4. Tiefe kontrollieren: den Bohrer mit Krepp auf Dübellänge markieren, um nicht zu weit zu bohren.
  5. Staub auffangen: die Saugerdüse beim Bohren direkt unter das Loch halten.

6. Dübel setzen und aufhängen

Dübel setzen und Schraube eindrehen zum Aufhängen

  1. Staub auspusten oder aussaugen (ein sauberes Loch hält besser).
  2. Dübel einstecken, bis er bündig ist, und leicht anklopfen.
  3. Schraube eindrehen und ein paar Millimeter stehen lassen, wenn Sie an einem Haken oder Halter aufhängen.

Profi-Tricks

  • An die Wand klopfen, um vor der Dübelwahl hohl von massiv zu unterscheiden.
  • Krepp über die Markierung: der Bohrer tanzt nicht, fängt Staub und verhindert auf Fliesen Risse.
  • Krepp am Bohrer als Tiefenanschlag.
  • Sauger unter dem Loch: null Schmutz an Wand und Boden.
  • Schlag AUS auf Fliese und Rigips; EIN nur auf Ziegel/Beton.
  • Etwas Schweres (TV, Spiegel, Regal): die Last auf zwei Punkte verteilen, passende oder chemische Dübel nutzen und in Rigips möglichst einen Ständer treffen.

Häufige Fehler

  • Spreizdübel in Hohlwand: hält nicht und zieht sich heraus.
  • Schlag auf Fliese: sie reißt.
  • Bohrer passt nicht zum Dübel: sitzt locker oder geht nicht hinein.
  • Nah an einer Steckdose bohren: Gefahr, ein Kabel zu treffen.
  • Zu kurze Schraube: der Dübel spreizt nicht und hält nicht.

Häufige Fragen

Welcher Bohrer für Fliesen?

Ein Fliesen-/Glasbohrer mit Speerspitze, ohne Schlag und langsam beginnend.

Woran erkenne ich, ob eine Wand hohl oder massiv ist?

Mit den Knöcheln klopfen: hohl heißt Trennwand oder Rigips; massiv heißt Ziegel oder Beton.

Welchen Dübel in Rigips?

Einen Metall-Kipp- oder selbstbohrenden Hohlraumdübel; Spreizdübel taugen nicht.

Wie hänge ich etwas Schweres auf, ohne dass es fällt?

Auf zwei Punkte verteilen, für das Gewicht ausgelegte (oder chemische) Dübel nutzen und in einer Hohlwand einen Ständer suchen oder Kippdübel verwenden.

Und wenn ich an der falschen Stelle bohre?

Kein Problem: das Loch reparieren und neu ansetzen.